Um die Gebrauchstauglichkeit und Sicherheit von Verkehrsflächen dauerhaft sicherstellen zu können, ist es wichtig, die bautechnischen Anforderungen zu beachten. Hier erfahren Sie, worauf es im Detail ankommt.

Verlegung


Das vorbereitete Pflasterbett darf weder betreten noch befahren werden. Die Verlegung von Betonpflastersteinen findet immer von der verlegten Fläche aus statt, und die vorgeschriebenen Fugenbreiten sind einzuhalten. Auch auf gleichmäßige Fugenbreiten, je nach Steindicke min. 3 mm bis max. 5 mm oder min. 5 bis max. 8 mm, ist zu achten. Ein gleichmäßiger Fugenverlauf ist am besten durch ausreichendes Schnüren in Längs- und Querrichtung zu erreichen.

Wichtig: Gegebenenfalls vorhandene Abstandhalter an den Steinen ersetzen nicht die Einhaltung der vorgeschriebenen Fugenbreiten. Denn es gilt: Die so genannte Press- oder Knirschverlegung ist unzulässig. Sie verhindert das flexible Tragverhalten der Pflasterdecke und kann zu Kantenabplatzungen an den Steinen führen.

Maschinell verlegte Steinlagen sind bei Bedarf auszurichten, dürfen dabei aber nicht press zusammengetrieben werden. Zum Werkzeug für den Verlegetrupp gehört ein Richteisen anstelle von Kantholz und Vorschlaghammer.

Die Steine selbst sind fluchtgerecht, höhengleich und im vereinbarten Verband zu verlegen. Dieser Verband ist über die gesamte Fläche gleichmäßig  auszuführen -  auch bei maschineller Verlegung. Vom vereinbarten Verband darf nur in Anschlussbereichen abgewichen werden, etwa  zum Erreichen handwerklich einwandfreier Anschlüsse  (z. B. an Schrägen oder Rundungen). In Gefällestrecken ist grundsätzlich „von unten nach oben“ zu pflastern.

Das Rastermaß der Steine oder des Steinsystems und die Verlegebreiten sind aufeinander abzustimmen, um unnötige Schneidearbeiten an den Rändern zu vermeiden.  Wenn möglich, ist der genaue Abstand der Randeinfassungen durch Auslegen einzelner Steinreihen vor Beginn der eigentlichen  Verlegearbeiten zu ermitteln. Müssen Pass-Steine hergestellt werden, dürfen diese nicht zu klein und nicht zu spitzwinklig sein. Faustformel: Kein Pass-Stein ist kleiner als der halbe Normalstein; kein Winkel des Steines ist kleiner als 45 Grad.


Verfügbare Detailinformationen zum Thema:

Handwerklich richtige bzw. falsche Anschlüsse